Wissenswertes 

 

 Verschiedene Kaninchen Rassen

 

Zwergwidder 

Die Zwergwidder haben einen einen gedrungen ausgeprägten Kopf und

die Behanglänge sollte 22 - 28 cm sein. Sie haben relativ kurze,

dichte Unterwolle. Das Gewicht sollte mindestens 1,2 kg,

Normal über 1,5 - 1,9 kg und nicht mehr als 2,0 kg sein.

 

Satinzwergwidder 

Sie unterscheiden sich gegenüber allen anderen Hasen durch ihren

extremen Glanz im Fell, der durch eine Verdünnung des Haarschaftes

hervorgerufen wird. Durch diese Verdünnung wird dem Satinwidder

eine sehr feine Fellstruktur verliehen. Durch den Satinfaktor erhalten

die Farben eine verstärkte Leuchtkraft. Gewicht zwischen 1,2 - 2,0 kg

 

Rexzwergwidder 

Rexe haben ein kurzes samtiges Fell und gekräuselte Schnurrhaare.

Das Fell fühlt sich sehr weich und samtig an. Ein junges Rexbaby

kann man an seinen gekräuselten Schnurrhaaren erkennen. Rexe haben

einen Kopf der schmäler als bei anderen Widdern ist.

Gewicht zwischen 1,2 - 2,25 kg

 

Rexsatinwidder 

Rexsatinwidder haben gekräuselte Schnurrhaare. Ein junges Rexbaby

kann man an seinen gekräuselten Schnurrhaaren erkennen. Rexe haben meisst

einen Kopf der schmäler als bei anderen Widdern ist. Sie unterscheiden sich

gegenüber den normalhaar Rexwiddern durch ihren extremen Glanz im Fell,

der durch eine Verdünnung des Haarschaftes hervorgerufen wird. Durch diese

Verdünnung wird dem Satinrexwidder eine sehr feine Fellstruktur verliehen.

Durch den Satinfaktor erhalten die Farben eine verstärkte Leuchtkraft.

Gewicht zwischen 1,2 - 2,25 kg

 

Mini Lop 

Sie stammen aus England, sind viel kleiner als die Zwergwidder

aus Deutschland und haben eine Ähnlichkeit mit den NHD. Vom Wesen

her sind sie eher ruhig und gelassen. Ein Mini Lop wiegt

zwischen 1150 - 1650 g Die Tiere haben einen runderen Kopf und einen

gedrungenen Körper. Die original englischen Mini Lops sind mit einen

BRC Fußring gekennzeichnet.

 

NHD 

Sie sind kleiner als die herkömmlichen Deutschen Zwergwidder.

Holländische Widderzwerge sind freundliche, gutartige und nur mäßig

lebhafte Kaninchen. Sie haben ein dichtes Fell wobei vorallem die Unterwolle

sehr dicht ist und sich weich anfühlt.

Das Mindestgewicht liegt bei einem Kilogramm, das Normalgewicht bei

1,5 Kilogramm (Höchstgewicht 1750 g) Die Tiere haben einen kurzen,

gedrungenen, kräftigen Körper mit schöner Rückenlinie und einem

breiten Becken. Der Kopf sollte eine schöne runde Form haben.

Die Ohrlänge beträgt 24 - 28 cm.

 

Löwenwidder 

Sie haben eine Mähne wie ein Löwe und oft auch etwas längeres Fell

an den Flanken. Auch das Rückenfell kann länger sein als bei normalen

Widdern, aber am Kopf und am Körper sollten die Haare kurz sein.

Gewicht zwischen 1,2 - 2,0 kg

 

Cashmerwidder 

Cashis haben am ganzen Körper langes Fell, nur im Kopfbereich ist

das Fell kurzhaarig. Die Länge des Fellhaares liegt bei 4-7 cm.

Das Babyfell eines Cashmerewidders ist Anfangs aufwendiger in der

Pflege als nach dem ersten Fellwechsel, dann reicht 1- 2 mal bürsten

in der Woche meist aus Gewicht zwischen 1,2 - 2,0 kg

 

Teddywidder 

Teddys haben sehr viel langes Fell im Gesicht und am ganzen Körper

und gehören zu den Langhaarkaninchen. Wer so ein Kaninchen möchte

sollte wissen, daß das Fell regelmäßig gepflegt werden muss.

2x die Woche kämmen und Fellknoten mit einer Schere vorsichtig

herausschneiden. Das Fell sollte sehr dicht sein.

Das Gewicht von einen Teddywidder liegt zwischen 1300 - 2000 Gramm.

 

 

 Die Ernährung

 

Das Heu

Heu ( das tägliche Brot eines Kaninchens ) ist das Hauptbestandsfutter

für einen Hasen und sollte täglich unbegrenzt  verfüttert werden.

Das Rauhfutter belebt die Verdauung und enthält neben den wichtigen

Ballaststoffen, Kalzium sowie Magnesium. 

 

Beim Kauf von Heu ist zu beachten :

-   Hochwertiges Heu enthält den Schnitt von jungen Gräsern,

     Klee und Kräutern. Es richt aromatisch und ist leicht grünlich.

-   Grummet heißt das Heu vom zweiten Schnitt.

     Es ist besonders zart und eignet sich als Schonkost.

-   Alten und minderwertigen Heu fehlen die wertvollen Kräuter.

     Das alte Heu staubt sehr stark und es werden dadurch die empfindlichen

     Atemwege angegriffen und die Tiere zum Niesen gereizt.

 

Merkmale für gutes Heu :

-  es richt frisch und aromatisch

-  es staubt nicht

-  es ist trocken und darf nicht feucht oder nass sein,

Heu muss dem Kaninchen  immer zur freien Verfügung stehen,

denn es dient den Tieren zum Abschleifen der Zähne.

Wichtig ! Frisst das Kaninchen sehr wenig oder gar kein Heu,

kann es wenn der Hase älter ist zu Zahnproblemen kommen!

 

Fertigfutter

 

Das Fertigfutter gibt es als Pellets, die alle Vitamine und Nährstoffe

enthalten die ein Kaninchen braucht, oder als Futtermischung wo

verschiedene Getreidesorten wie Hafer, Mais und kleine Sämereien

untergemischt sind.

 

Gemüse

Gut verträgliches Gemüse :

• Pastinake 

Pastinake

--------

• Knollensellerie und Stangensellerie 

Stangensellerie

-------

• Fenchel 

Fenchel

-------

• Karotte 

Karotte

------

• Petersilienwurzel 

• Kopfsalat, Chicoree, Eisbergsalat, Endivien, Feldsalat

 

Grün und Saftfutter

Gut geeignet sind: Löwenzahnblätter, Spitz und Breitwegerich, Schafgarbe, Gänsefuß, Hasenscharte, Luzerne, Gelbklee, junge Brennesseln, Möhrenkraut,  Rettichblätter, Radieschenblätter, angewelkte Brennesseln, Sonnenblume, Petersilie, Dill, Apfel, Birne. 

Nicht gut geeignet sind: rohes Kartoffelkraut, Tomatenkraut, Kartoffelkeime, Aubergine und Bohnen sind giftig ! Kohl nur bedingt füttern, da er bläht.Bei Jungtieren die noch keine 12 Wochen alt sind, sollte man mit Grün und Saftfutter noch etwas vorsichtig sein, da der Darm noch nicht ganz ausgebildet ist. Sie bekommen dann Durchfall. Ab der 12. Woche kann die Frischfutter Zugabe dann langsam gesteigert werden. Es darf auch kein nasses Gras verfüttert werden, die Tiere können Trommelsucht bekommen und sterben.

 

★ Wirkung von Kräuter und Blätter

 

Oregano:

hilft bei Darmbeschwerden 

Dill:

appetitanregend, viele Vitamine, krampflösend, stärkt das Immunsystem

Petersilie:

Wehen fördernd, hilft bei Blähungen und Verstopfung, Appetitanregend,

nicht an trächtige Häsinnen verfüttern

Löwenzahn:

Regt den Stoffwechsel und die Michbildung an

Luzerne:

getrocknet entwässernd, aber viel Kalziumgehalt, deswegen nur selten füttern

Fenchel :

Hilft bei Erkältung, wirkt bei Hasen antibekteriell, regt die Milchbildung an

Schnittlauch :

Wirkt verdauungsfördernd, appetitanregend sowie gegen Würmer

Thymian:

schleimlösend, gegen Kokzidien, entzündungshemmend, wirkt kramplösend

Majoran :

appetitanregend, wirkt beruhigend, schleimlösend 

 

Knabberkost

Da die Zähne eines Kaninchens ständig nachwachsen, ist es wichtig ihnen etwas zum Nagen anzubieten. Dies können Äste von ungespritzten Obstbäumen oder mal eine Knabberstange ( mit vielen Grünanteilen) sein. Achtung ! Keine Äste von Steinbäumen zum knabbern geben, weil ihre Rinde enthält giftige Blausäure

 

Trinkwasser

Das Trinkwasser muss den Kaninchen immer zur Verfügung stehen und täglich erneuert werden. Das Wasser sollte nicht eiskalt, sondern in Zimmertemperatur verabreicht werden. 

 

 

 10 Fütterungsregeln

 

1. Grün und Saftfutter immer frisch verfüttern und was später nicht aufgefressen wurde entfernen, weil das Futter welken, gären oder faulen könnte.

2. Eine Futterumstellung langsam vornehmen. Wenn immer Trockenfutter gefüttert wird, darf man nicht von einen Tag auf den anderen auf Grünfutter umstellen. Kaninchen reagieren mit plötzlichen Futterumstellungen mit Magen - und Darmstörungen

3. Obst und Gemüse gut abwaschen und gut abtropfen lassen. Wenn man das Obst oder Gemüse schälen kann sollte man es lieber abschälen, weil es gespritzt sein könnte.

4. Nicht direkt aus den Kühlschrank füttern, erst wenn das Futter Zimmertemperatur hat.

5. Kein Tiefkühlgemüse, Konserven oder gekochtes Gemüse anbieten.

6. Grünfutter nicht am Straßenrand oder im Park sammeln, wegen den den Autoabgasen und weil Hunde dort ihr Geschäft verrichten. Durch das Gras können dann Krankheiten übertragen werden. Auch darauf achten das kein Vogelkot am Gras ist, da die Hasen daran sterben können

7. abwechslungsreich füttern, in kleinen Mengen geben, dazu Grünfutter mit ausreichenden Heu, dann gibt es auch keine Verdauungsprobleme.

8. Zu bestimmten Zeiten am Tag füttern, weil das Kaninchen gewöhnt sich daran.

9. Für ausreichende Bewegung sorgen, damit das Kaninchen gesund bleibt. Bei etwas dickeren Kaninchen kann man auch einmal die Woche einen Fastentag einlegen wo es nur Wasser und Heu gibt. Kaninchen die dick sind leiden schnell an Herzverfettung und sterben.

10. Pflanzen und Kräuter nicht an bewirtschafteten Wiesen und Grünflächen sammlen, weil diese mit Pestiziden behandelt worden und gedüngt sind. Auch im Garten daran halten.

 

 

 Giftige Pflanzen

 

Ob im Haus und Wintergarten, oder auch in Gestecken und Sträußen findet man immer wieder giftige Pflanzen die die Kaninchen lieber nicht verspeisen sollten ! Am Besten ist es alle Zimmerpflanzen, Vasen, Gestecke usw. unerreichbar aufzustellen.

Giftige Pflanzen sind: 

Agaven, Aloen, Alpenveilchen, Amaryllis, Aronstab, Azaleen, Besenginster, Blauregen, Bogenhanf, Christrose, Christusdorn, Chrysanthemen, Clivie, Dieffenbachie, Efeu, Efeutute, Eibe, Eisenhut, Engelstrompete, Farne, Feigenbaum, Fingerhut, Flamingoblume, Geranien, Goldregen, Hakenlilien, Heckenkirsche, Hortensien, Hyazinthen, Ilex, Immergrün, Kalla, Kirschlorbeer, Krokus, Kroton, Lavendelheide, Lebensbaum, Liguster, Lupinen, Mahonie, Maiglöckchen, Mistel, Mittagsblume, Myrte, Narzissen, Oleander,Osterglocken, Passionsblume, Porzellanblume, Primeln, Rhizinus, Rhododendren, Seidenbast, Sommerflieder, Stechapfel, Virginische Zeder Wandelröschen, Weihnachtsstern, Wolfsmilchgewächse, Zimmerkalla, Zwergmispel Es wirken zwar nicht alle tödlich, aber führen oft zu Unpässlichkeiten....

 

            

 Verhaltensweisen von Kaninchen 

 

Die Lautsprache 

 

1. Murksen: 

Kurze und schnell hintereinander folgende Schimpflaute.

Das Kaninchen *meckert* weil ihm etwas nicht gefällt.

 

2. Brummlaute:

Sie werden meistens vom Rammler kurz nach dem Deckakt ausgestoßen.

Manche Männchen brummeln und murksen auch,

während sie eine Dame umwerben.

 

3. Fauch- und Knurrlaute:

Abwehr und Agressionsanzeichen, dem ein blitzschneller Angriff folgen kann.

 

4. Kreischen:

Wird nur bei Todesangst ausgestoßen. Besonders scheue jüngere

Kaninchen können beim plötzlichen Ergreifen laut quietschen.

 

5. Fiepen:

Ein ängstlicher Klagelaut, den nestjunge Kaninchen von sich geben.

Wenn man zum Beispiel ins Nestchen greift

 

6. Starkes Zähneknirschen:

Das Kaninchen hat einen trüben Blick, zeigt keine Reaktionen und knirscht

mit den Zähnen. Immer ein Zeichen von großen Schmerzen.

 

7. Leise mahlende Geräusche:

Beim Kraulen und Liebkosen mahlt das Kaninchen mit den Kiefern.

Stehts ein Ausdruck von Wohlbehagen, aber von Kaninchen

zu Kaninchen unterschiedlich stark ausgeprägt.

 

8. Trommelgeräusche:

Heftiges Klopfen beider Hinterbeine auf den Boden. Immer ein

Zeichen von höchster Erregung und Unmut. Wildkaninchen

trommeln, um Artgenossen vor Feinden zu warnen.

 

 

Körpersprache und Verhaltensweisen 

 

1. Männchenmachen:

Hört oder sieht das Kaninchen etwas, das seine Aufmerksamkeit erregt,

dann richtet es sich auf und macht Männchen. Das Kaninchen verschafft

sich somit einen Rundumblick, kann Duftstoffe aufnehmen und besser

hören. Das Tier richtet auch auf, um an Futter zu gelangen.

 

2. Sich wälzen:

Ein Zeichen von äußerstem Wohlbehagen.

 

3. Scharren und Kratzen:

Dieses Verhalten hat verschiedene Bedeutungen. Es kann sich um

angeborene Grab Bewegungen handeln, denn Kaninchen graben Baue.

Geschlechtreife Rammler, brünstige und trächtige Häsinnen scharren

unruhig im Stroh. Erregte Männchen kratzen den Boden auf, wenn sich

ein Rivale in der Nähe befindet, dazu reicht häufig schon der

fremde Geruch. Dominante Kaninchen scharren Gerüche von

Vorgängern auf oder zu, um eigene Duftstoffe draufzusetzen.

Scharrt das Tier mit den Vorderpfoten, nachdem er gestreichelt wurde,

kann dies auch der Wunsch nach mehr Zuwendung bedeuten.

 

4. Anstupsen mit der Schnauze:

So begrüßen sich Kaninchen. Stupst der Zwerg mit der Schnauze an,

heißt das: * Hallo hier bin ich streichle mich *

 

5. Wegstupsen der Hand:

Das Kaninchen möchte damit sagen, daß es seine Ruhe haben möchte.

 

6. Lecken mit der Zunge:

Man nennt dieses Verhalten auch Sozialpflege. Tiere die sich mögen,

kuscheln sich eng aneinander, strecken die Köpfe zusammen und putzen

sich gegeneinander das Gesicht. Leckt das Kaninchen an der Hand,

mag es denjenigen und drückt so seine Zuneigung aus.

 

7. Kurzes Kopfschütteln:

Kann ein Reiz sein oder eine Unmutsäusserung zum Beispiel beim Kämmen

* ich habe genug davon *

 

8. Sich ducken:

Dabei drückt sich der Zwerg flach auf den Boden, die Ohren sind angelegt,

auch der Kopf ist nach unten gedrückt. So unterwirft sich ein Kaninchen

den anderen. Auch gegenüber Menschen zeigt ein unterwürfiges Tier

dieses Verhalten.

 

9. Entspanntes Hocken:

Die Ohren sind dabei angelegt.Dies ist die Ruhestellung.

Das Kaninchen will nicht gestört werden.

 

10. Seitenlage:

Der Kopf liegt auf den Boden, die Beine sind weggestreckt,

die Augen beginnen sich zu schließen. Das Häschen möchte schlafen.

Vorderkörper vorgestreckt, das Hinterteil angehoben, Ohren nach vorne

gestellt, Schwänzchen angelegt bedeutet neugierige Annäherung.

Schwänzchen dabei weggestreckt bedeutet der Zwerg ist immer

noch neugierig, aber unsicher und fluchtbereit.

 

11. Fressen von Blinddarmkot:

Im Blinddarm des Kaninchens werden durch spezielle Baktierien

lebensnotwendige Vitamine vor allem Vitamin B12 und Roheiweiß gebildet,

der als Weichkot ausgeschieden wird. Das Kaninchen nimmt diese Vitaminpillen

meist gleich vom After her auf und schluckt sie unzerkaut.

Ausgeschiedener Vitaminkot ist auch in der Einstreu zu finden.

 

 

 Krankheiten

 

Zahnfehlstellungen 

 

Bei einer korrekten Zahnstellung des Kaninchens greifen die Schneidezähne des Oberkiefers über die Zähne des Unterkiefers. Beim Nagen und Kauen reiben sich so, die stets nachwachsenden Zähne ab und schleifen sich von selbst zu. Bei einer genetisch bedingten Gebissfehlstellung, der sogenannten Zahnanomalie, bedingt durch eine Verkürzung des Oberkiefers oder dem Zangengebiss ist dieser natürliche Abrieb nicht mehr möglich. Hierbei krümmen sich die Schneidezähne des Oberkiefers nach innen, die des Unterkiefers wachsen nach vorn aus der Mundhöhle. Ab einer gewissen Länge ist die Futteraufnahme nicht mehr möglich und die Zähne müssen vom Tierarzt gekürzt werden. Diese Kürzung sollte regelmäßig im Abstand von 6 - 8 Wochen erfolgen. Es kann aber auch vorkommen, daß ein Kaninchen kein Futter mehr aufnimmt, weil die Backenzähne Probleme bereiten. Dieses erkennt man daran, das die Haare um die Mundspalte durch herausfliesenden Speichel verklebt sind und das Tier "LEER" kaut. Der Grund dafür sind Spitzen - und Hakenbildungen an den Backenzähnen, die dann in die Zungen - bzw. Backenschleimhaut eindringen und Entzündungen hervorrufen können.

 

 

Kokzidiose 

 

Jedes Kaninchen trägt Kokzidien in sich, aber durch bestimmte Faktoren kann ein Häschen daran erkranken. * Stress ist auch ein Auslöser für eine Kokzidienerkrankung und leider auch Auslöser vieler anderer Kaninchenkrankheiten. * Ein Kaninchen sollte grundsätzlich sauber mit viel Bewegungsmöglichkeiten gehalten werden. * Saubere Haltung und Futter

 

Darmkokzidiose:

Kokzidiose ist die am weitesten verbreitete Krankheit bei Kaninchen. Sie befällt in erster Linie den Dünndarm und weiterhin die Gallengänge in der Leber. Oft treten beide Formen gemeinsam auf. Besonders leicht erkranken Jungtiere daran. Die Erreger dieser Krankheit dind kleinste Lebewesen, die zu den Protozoen ( Urtierchen ) gehören und im Verdauungskanal parasitär leben. Die Dauerform der Kokzidien, die Oozyste gelangt fortlaufend mit dem Kot ins Freie und führt zur Ansteckung der Tiere. So lange das Wirtstier nur gering befallen ist, merkt man ihm nichts an. Offenkundig wird der Befall erst, wenn andauernd reife Oozysten in stark verseuchten Käfigen neu aufgenommen werden. Erst wenn Oozysten in großen Ausmaß Tiere und Ställe überschwemmen entsteht Kokzidiose. Ist die Darmschleimhaut in stärkeren Umfang zerstört und verwundet so können Gifte aus Darminhalt in die Blutbahn gelangen. Gleichzeitig verliert der Darm seine Fähigkeit zu verdauen und die Kraft zum Transport des Futterbreies. Das Kaninchen magert ab, wird appetitlos und teilnahmelos. Es folgen Aufblähungen durch Darmlähmung ( Trommelsucht ) und zuletzt der Herztod in Folge von Herzmuskelvergiftung.

 

Leberkokzidiose:

Bei der Leberkokzidiose kommen die Kokzidien von der verletzten Darmwand aus mit dem Blutstrom in die Leber dann wandert sie in die Gallengänge und reizen durch ihre parasitäre Wirkung deren Wandgewebe. Die Gallengänge entzünden und verdicken sich. Wenn Jungtiere von den Müttern angesteckt werden, gehen sie deswegen jämmerlich ein, da ihrem Darm die nötige Wiederstandkraft fehlt. Wenn gut ernährte Jungtiere ein struppiges Fell zeigen und abmagern haben sie oft Kokdizidiose. Sie fallen auch durch Schwund des Rückenmuskels auf ( man kann beim Streicheln den Rückenmuskel extrem spühren. ) Manchmal haben sie Durchfall oder die Kotballen sind von Blut durchsetzt und überzogen. Behandlung: Die Kokzidiose der Kaninchen kann erfolgreich mit verschiedenen Medikamenten behandelt werden. Der Erfolg einer Behandlung ist vom jeweiligen Erkrankungsgrad und vom Alter der Tiere abhängig.

 

 

Durchfall 

 

Durchfall kann bei zuviel Grünfutter, eine plötzliche Futterumstellung des Futters von Trocken auf Grünfutter, verdorbenes Futter, zu kaltes Futter oder Wasser, eine Magen - Darmstörung ( eventuell durch feuchte Einstreu oder Zugluft ) vorkommen. Was kann man dagegen tun? Regelmäßiges wechseln der Einstreu, kein Grünfutter aus den Kühlschrank. Keine Möhren und Gemüse aus dem Treibhaus, auf Kopfsalat und Kohl verzichten, denn diese können schwere, schmerzliche Koliken verursachen. KEINE Bohnen füttern. Behandlung zu Hause: NUR Heu, Heu, Heu und nichts anderes, Perenterol ist in jeder Apotheke erhältlich. Ein Hefepilz zur Unterstützung des Gleichgewichtes der Darmflora. Sollte keine Besserung eintreten ist ein Tierarzt aufzusuchen

 

 

Madenbefall 

 

Fliegen legen ihre Eier im Fell des Kaninchens ab. Nach nur wenigen Stunden schlüpfen daraus schon die ersten Maden und die fressen sich von der oberen Schicht bis ins Fleisch von dem Hasen. Wenn sie erst einmal im Fleisch sind produzieren die Maden Toxine sogenannte Giftstoffe die einen Schockzustand hervorrufen und das Kaninchen sitzt dabei regungslos im Stall. Bei Madenbefall sollte man SOFORT zum Tierarzt. Es zählt jede Minute....... Warum hat gerade mein Kaninchen Maden ? Warme Temperaturen im Sommer begünstigen den Madenbefall eines Kaninchens zB. wenn es einen weichen Stuhlgang hat, das Fell verschmutzt ist. Meistens sind ältere und kranke Tiere betroffen, bei denen das Imunsystem nicht mehr richtig arbeitet. Fliegen werden durch Gerüche, Wärme, Feuchtigkeit und durch kleine Wunden angelockt.

 

 

Schiefhals 

 

Kaninchen mit Kopfschiefhaltung. Untersuchungen zeigen, dass ausser durch eine Infektion mit Pasteurellen ( Mittelohrentzündung durch Pasteurellose, ansteckender Schnupfen ) und der Ohrmilbe Psoroptes Cuniculi vor allem Einzellerinfektionen dem Krankheitsgeschehen zugrunde liegen. Rund ca. 80 Prozent aller Kaninchen sollen mit dem Erreger infiziert sein, ohne das es zu Krankheitsausbrüchen kommt. Zum Ausbruch kann diese Krankheit auch kommen wenn ein Kaninchen sehr viel Stress hat zB. ein anderer Partner mit dem es zusammenleben soll

 

 

Pilzerkrankungen 

 

Symptome sind runde und kahle Stellen im Fell. Eine Behandlung erfolgt durch den Tierarzt. Es muss alles gereinigt und desinfiziert werden. Achtung!! es besteht Ansteckungsgefahr, bei mehreren Kaninchen z.B. in Gruppenhaltung kann es sein, das fast ein jedes Kaninchen den Pilz über kurz oder lang bekommt, wenn keine sofortige Behandlung erfolgt.

 

Milben

 

Milben kommen bei Kaninchen sehr häufig vor, jedoch sind sie in geringer Anzahl unbedenklich wenn die Hasen gesund sind. Bei kranken und geschwächten Tieren vermehrt sich die Anzahl der Milben aber oft ganz schnell und das kann dann zu gesundheitlichen Problemen führen.

Ursachen können sein : Mangelnde Hygiene, schlechte Haltung, ein Neuzugang der die Milben eingeschleppt hat, geschwächtes Imunsystem, Stress

Symtome: leichter bis starker Juckreiz, das Kaninchen kratzt sich sehr oft, Ausschlag, Schuppen, Haarausfall, Tier ist unruhiger als normal

Behandlung: Über die Behandlungsweise entscheidet der Tierarzt je nach Tier und Befall. Da Milben ansteckend auf andere Kaninchen sind, sollte man bei mehreren Kaninchen im Stall, alle Tiere vorbeugend gegen Milben behandeln. 

 

 

 Kaninchenpflege

 

Täglich:

Beobachten ob alle Tiere fressen und wie sie sich verhalten, ist etwas unnormal oder alles Bestens. Köttel anschauen ob sie normal sind, oder ob das Tier Durchfall hat.

1-2 Mal in der Woche:

Fell Check,  Körper abtasten ob Knubbel oder Veränderungen, Gewicht, Geschlecht, After Kontrolle auf Verklebungen oder Entzündungen achten

Jeden Monat:

Zahnkontolle, sind die Zähne in Ordnung, kann das Tier normal kauen, Kieferentzündung, Mundgeruch. Krallenpflege, Krallen selber kürzen oder vom Tierarzt kürzen lassen 

 

 Symptome erkennen und vorbeugen 

 

Augen:  

entzündete tränende Augen oder geschwollene Lieder.

Mögliche Ursachen:

Erkältung, Reizung durch Staub oder Fremdkörper, Verletzungen

durch andere Tiere. Zum Tierarzt gehen

 

Zähne: 

zu lange Zähne behindern beim Fressen

vom Arzt kürzen lassen.

 

Ohren: 

Schuppen und schmieriger Belag kann ansteckende Ohrenräude

anzeigen. (Weitere Symtome: schiefe Kopfhaltung und Kopfschütteln.)

umgehend zum Arzt

 

Fell: 

Starker Haarausfall, häufiges Kratzen: Anzeichen für

Pilz-oder Milbenbefall. Ein stumpfes,mattes Fell deutet fast immer

auf eine Krankheit hin. Zum Arzt gehen.

 

Bauch: 

Praller aufgeblähter Bauch: Verstopfung. Zum Arzt gehen.

Harter, praller Bauch, heftiges Trommeln mit den Hinterläufen, Atemnot,

Kreislaufschwäche: Symtome der mitunter tödlichen "Trommelsucht"

ausgelöst durch nasses oder kaltes Grünfutter oder blähende Futtermittel.

Sofort zum Arzt.

 

Krallen: 

lange bogenförmige nach innen gewachsene Krallen.

Vom Arzt kürzen lassen.

 

Alle Angaben ohne Gewähr !

Wenn etwas unklar sein sollte, lieber gleich einen Tierarzt aufsuchen

 

 

 Seuchen

 

RHD Rabbit haemorrhagic disease  (Chinaseuche)

 

RHD 1

ist eine absolut tödliche und hoch ansteckende Viruserkrankung. Die Übertragung erfolgt z.B: über infiziertes Grünfutter, Stechfliegen und andere Insekten. Symptome: Schwellungen am Körper mit eitrigen Sekret und Abmagerung, Apathie, Atembeschwerden, Blutungen aus dem Atemwegen und hohes Fieber. Es gibt keine Behandlungsmöglichkeiten. Die infizierten Tiere sterben alle innerhalb kürzester Zeit meisst in qualvollen Erstickungskrämpfen. Die Impfung sollte 1 x Jährlich im Frühjahr erfolgen und bietet dann zuverlässigen Schutz.

 

RHD 2 

Ein qualvoller Tod durch innerliches Verbluten. Gestern war Ihr Tier noch fit morgen kann es schon Tod sein Anzeichen: kein oder nur sehr wenig Appetit, Apathie, beschleunigte oder schwere Atmung, Fieber, Blut vor dem Maul. Empfohlen wird eine Impfung im halbjährlichen Abstand

 

Myxomatose 

 

Myxomatose ist eine weitere sehr gefährliche Kaninchenseuche. Im fortgeschrittenen Stadium schwellen die Augen des Tieres völlig zu, am Kopf und anderen Körperteilen treten eitrige Schwellungen und später Beulen auf, die aufbrechen. Sie wird durch: * blutsaugende Insekten übertragen wie Stechmücken, Stechfliegen, Kaninchenflöhe und Fliegen. * Kontakt durch verseuchtes Grünfutter kann auch den Virus übertragen am Besten kein Grünfutter in der Nähe von Wildkaninchen sammlen * Der Kontakt eines gesunden Hasen mit einen kranken Tier * Durch den Menschen beim und nach dem Umgang mit erkrankten Tieren wie z.B. durch Arbeitsgeräte, Stallzubehör, Kleidung die man beim Füttern oder behandeln kranker Tiere trägt Der Myxomatosevirus lebt sehr lange, bis zu ca. 7 Monaten !!! Eine Impfung sollte alle 12 Monate erfolgen

 

Kaninchenschnupfen 

 

Ursache: Man nimmt an, das primär eine Virusinfektion vorliegt, die die Schleimhäute der Atemwege schädigt, so dass sich bakterielle Infektionsträger ( Pasteurellen, Bortadellen, Hämophilus, Mycoplasmen) festsetzten können, wodurch es zu einen schweren Krankheitsverlauf kommt. Symptome: Schnupfen, schleimiger bis eitriger Nasenausfluss, Atemnot, Niesen, Husten Komplikationen: Gefahr von Mittelohrentzündung mit Schiefhalten des Kopfes oder Drehbewegungen. Behandlung: Sulfonamide oder Antibiotika. Vor der Behandlung ist im Labor die ursächliche Bakterienart zu bestimmen und im Resistenztest zu prüfen. Unterstützende Wirkung haben Dampfbäder ( Inhalieren mit Käsepappeltee ), Rotlichtbestrahlung, Vitaminpräperate Kaninchenschnupfen ist hoch ansteckend. Auch Kaninchen die gesund aussehen, weder niesen, noch ein feuchtes Näschen haben, können mit den Erreger infiziert sein. Gegen Kaninchenschnupfen kann auch geimpft werden

 

★ Das Kaninchenbabytagebuch

 

Kaninchen Babys 4-5 Tage alt

4- 5 Tage:

Es bilden sich die ersten samtartigen Haare

Rexwidder Babys, eine Woche alt

1 Woche:

Das Geburtsgewicht hat sich verdoppelt

Rexwidder Babys 9-10 Tage alt

9 - 10 Tage:

Die Augen öffnen sich, das Haar wird seidig und flaumig

Die Fellfarbe lässt sich langsam erkennen

Rexwidder Baby 2 Wochen alt   Rexwidder Babys 2 Wochen alt

2 Wochen: 

Das Geburtsgewicht hat sich viervierfacht, das Fell ist dicht

und weich je nach Entwicklungsstand  krabbeln die Jungen noch

unsicher aus dem Nest

Rexwidder Babys drei Wochen alt   Rexwidder Baby drei Wochen alt

3 Wochen: 

Das Geburtsgewicht hat sich versechsfacht, die Kleinen verlassen das

Nest, ihre Körperbeherrschung ist beim Männchenmachen und putzen

schon recht gut, sie beginnen an zarten Heu und allerlei Futter zu knabbern

Rexwidder Baby 4 Wochen alt   Rexwidder Babys 4 Wochen alt

4 Wochen: 

Man reicht Aufzuchtfutter, die Jungen sind sehr munter und

spielen wild, jetzt auch für Auslauf sorgen, damit sich ihre Organe

und Muskeln gut entwickeln können.

Rexwidder Kind 5 Wochen alt   Rexwidder Kinder 5 Wochen alt

5 Wochen: 

Alle sind sehr selbständig, aber versuchen bei jeder Gelegenheit noch

bei der Häsin zu trinken

Rexwidder Kind 6 Wochen alt   Rexwidder Kinder 6 Wochen alt

6 Wochen: 

Die Kleinen fressen schon vom Erwachsenenfutter mit 

Rexwidder Kind 7 Wochen alt   Rexwidder Kinder 7 Wochen alt

7 Wochen:

Wenn die Hasen genügend wiegen und absolut futterfest sind

kann man sie abgeben

8- 10 Wochen: 

Erster Haarwechsel, in dieser Zeit keine abrupte Futterumstellung vornehmen,

es kann bereits zu Raufereien kommen, so daß die Tiere getrennt werden müssen.

 

(© Oberpfalzpfoten 2006 - 2018 )

 

 

 


powered by Beepworld