Seuchen :

 

Um eine Seuche zu vermeiden, sollten Sie ihr Tier unbedingt impfen lassen

 

 

★ RHD  Rabbit haemorrhagic disease ★

   (Chinaseuche) 

 

   RHD 1 

ist eine absolut tödliche und hoch ansteckende Viruserkrankung.

Die Übertragung erfolgt z.B: über infiziertes Grünfutter,

Stechfliegen und andere Insekten.

 

Symptome:

Schwellungen am Körper mit eitrigen Sekret und Abmagerung,

Apathie, Atembeschwerden, Blutungen aus dem Atemwegen und

hohes Fieber. Es gibt keine Behandlungsmöglichkeiten. 

Die infizierten Tiere sterben alle innerhalb kürzester Zeit meisst

in qualvollen Erstickungskrämpfen.

 

Die Impfung sollte 1 x Jährlich im Frühjahr erfolgen

und bietet dann zuverlässigen Schutz.

 

   RHD 2 

Ein qualvoller Tod durch innerliches Verbluten 

Gestern war Ihr Tier noch fit morgen kann es schon Tod sein 

 

Anzeichen: 

kein oder nur sehr wenig Appetit, 

Apathie, beschleunigte oder schwere Atmung, 

Fieber, Blut vor dem Maul 

 

Empfohlen wird eine Impfung im halbjährlichen Abstand 

                   

 

★ Myxomatose ★

 

Myxomatose ist eine weitere sehr gefährliche Kaninchenseuche.

Im fortgeschrittenen Stadium schwellen die Augen des Tieres völlig zu,

am Kopf und anderen Körperteilen treten eitrige Schwellungen

und später Beulen auf, die aufbrechen.

 

Sie wird durch:

 * blutsaugende Insekten übertragen wie Stechmücken,

   Stechfliegen, Kaninchenflöhe und Fliegen.

 * Kontakt durch verseuchtes Grünfutter kann auch den Virus übertragen

   am Besten kein Grünfutter in der Nähe von Wildkaninchen sammlen

 * Der Kontakt eines gesunden Hasen mit einen kranken Tier

 * Durch den Menschen beim und nach dem Umgang mit erkrankten Tieren

     wie z.B. durch Arbeitsgeräte, Stallzubehör,

     Kleidung die man beim Füttern oder behandeln kranker Tiere trägt

Der Myxomatosevirus lebt sehr lange, bis zu ca. 7 Monaten !!!

 

Eine Impfung sollte alle 12 Monate erfolgen 

                                   

 

★ Kaninchenschnupfen ★

 

Ursache:

Man nimmt an, das primär eine Virusinfektion vorliegt, 

die die Schleimhäute der Atemwege schädigt, so dass

sich bakterielle Infektionsträger

( Pasteurellen, Bortadellen, Hämophilus, Mycoplasmen)

festsetzten können,  wodurch es zu einen schweren

Krankheitsverlauf kommt.

 

Symptome:

Schnupfen, schleimiger bis eitriger Nasenausfluss, Atemnot,

Niesen, Husten

 

Komplikationen:

Gefahr von Mittelohrentzündung mit Schiefhalten des Kopfes

oder Drehbewegungen.

 

Behandlung:

Sulfonamide oder Antibiotika. Vor der Behandlung ist im Labor die

ursächliche Bakterienart zu bestimmen und im Resistenztest zu

prüfen. Unterstützende Wirkung haben Dampfbäder

( Inhalieren mit Käsepappeltee ), Rotlichtbestrahlung, Vitaminpräperate

Kaninchenschnupfen ist hoch ansteckend.

Auch Kaninchen die gesund aussehen, weder niesen, noch ein

feuchtes Näschen haben, können mit den Erreger infiziert sein.

 

Gegen Kaninchenschnupfen kann auch geimpft werden  

 

                     

 

Verschiedene Krankheiten 

 

 

★ Zahnfehlstellungen ★

 

Bei einer korrekten Zahnstellung des Kaninchens greifen die

Schneidezähne des Oberkiefers über die Zähne des Unterkiefers.

Beim Nagen und Kauen reiben sich so, die stets nachwachsenden

Zähne ab und schleifen sich von selbst zu.

Bei einer genetisch bedingten Gebissfehlstellung, der sogenannten

Zahnanomalie, bedingt durch eine Verkürzung des Oberkiefers

oder dem Zangengebiss ist dieser natürliche Abrieb nicht mehr möglich.

Hierbei krümmen sich die Schneidezähne des Oberkiefers

nach innen, die des Unterkiefers wachsen nach vorn aus der Mundhöhle.

Ab einer gewissen Länge ist die Futteraufnahme nicht mehr möglich

und die Zähne müssen vom Tierarzt gekürzt werden.

Diese Kürzung sollte regelmäßig im Abstand

von 6 - 8 Wochen erfolgen. Es kann aber auch vorkommen,

daß ein Kaninchen kein Futter mehr aufnimmt, weil die Backenzähne 

Probleme bereiten. Dieses erkennt man daran,

das die Haare um die Mundspalte durch herausfliesenden

Speichel verklebt sind und das Tier "LEER" kaut.

Der Grund dafür sind Spitzen - und Hakenbildungen an den

Backenzähnen, die dann in die Zungen - bzw. Backenschleimhaut

eindringen und Entzündungen hervorrufen können.

                            

 

★ Kokzidiose ★

 

Jedes Kaninchen trägt Kokzidien in sich, aber durch bestimmte

Faktoren kann ein Häschen daran erkranken.

 * Stress ist auch ein Auslöser für eine Kokzidienerkrankung

   und leider auch Auslöser vieler anderer Kaninchenkrankheiten.

 * Ein Kaninchen sollte grundsätzlich sauber

   mit viel Bewegungsmöglichkeiten gehalten werden.

 * Saubere Haltung und Futter

 

 

★ Darmkokzidiose ★

 

Kokzidiose ist die am weitesten verbreitete Krankheit bei Kaninchen.

Sie befällt in erster Linie den Dünndarm und weiterhin die Gallengänge

in der Leber. Oft treten beide Formen gemeinsam auf.

Besonders leicht erkranken Jungtiere daran.

Die Erreger dieser Krankheit dind kleinste Lebewesen,

die zu den Protozoen ( Urtierchen ) gehören und im Verdauungskanal

parasitär leben. Die Dauerform der Kokzidien, die Oozyste gelangt

fortlaufend mit dem Kot ins Freie und führt zur Ansteckung der Tiere.

So lange das Wirtstier nur gering befallen ist, merkt man ihm nichts an.

Offenkundig wird der Befall erst, wenn andauernd reife Oozysten

in stark verseuchten Käfigen neu aufgenommen werden.

Erst wenn Oozysten in  großen Ausmaß Tiere und Ställe

überschwemmen entsteht Kokzidiose.

Ist die Darmschleimhaut in stärkeren Umfang zerstört und verwundet

so können Gifte aus Darminhalt in die Blutbahn gelangen.

Gleichzeitig verliert der Darm seine Fähigkeit zu verdauen

und die Kraft zum Transport des Futterbreies. Das Kaninchen

magert ab, wird appetitlos und teilnahmelos.

Es folgen Aufblähungen durch Darmlähmung ( Trommelsucht )

und zuletzt der Herztod in Folge von Herzmuskelvergiftung.

 

 

 ★ Leberkokzidiose ★ 

 

Bei der Leberkokzidiose kommen die Kokzidien von der

verletzten Darmwand aus mit dem Blutstrom in die Leber dann

wandert sie in die Gallengänge und reizen durch ihre parasitäre Wirkung

deren Wandgewebe. Die Gallengänge entzünden und verdicken sich.

Wenn Jungtiere von den Müttern angesteckt werden,

gehen sie deswegen jämmerlich ein,

da ihrem Darm die nötige Wiederstandkraft fehlt.

Wenn gut ernährte Jungtiere ein struppiges Fell zeigen

und abmagern haben sie oft Kokdizidiose. Sie fallen auch

durch Schwund des Rückenmuskels auf

( man kann beim Streicheln den Rückenmuskel extrem spühren. )

Manchmal haben sie Durchfall oder die Kotballen sind von Blut

durchsetzt und überzogen.

 

Behandlung:

Die Kokzidiose der Kaninchen kann erfolgreich mit verschiedenen

Medikamenten behandelt werden. Der Erfolg einer Behandlung

ist vom jeweiligen Erkrankungsgrad und vom Alter

der Tiere abhängig.

 

                                  

★ Durchfall ★

 

Durchfall kann bei zuviel Grünfutter, eine plötzliche Futterumstellung

des Futters von Trocken auf Grünfutter,

verdorbenes Futter, zu kaltes Futter oder Wasser,

eine Magen - Darmstörung

( eventuell durch feuchte Einstreu oder Zugluft )

vorkommen.

 

Was kann man dagegen tun?

Regelmäßiges wechseln der Einstreu, kein Grünfutter

aus den Kühlschrank. Keine Möhren und Gemüse aus dem Treibhaus,

auf Kopfsalat und Kohl verzichten, denn diese können schwere,

schmerzliche Koliken verursachen.

KEINE Bohnen füttern.

 

Behandlung zu Hause:

NUR Heu, Heu, Heu und nichts anderes,

Perenterol ist in jeder Apotheke erhältlich.

Ein Hefepilz zur Unterstützung des Gleichgewichtes der Darmflora.

Sollte keine Besserung eintreten ist ein Tierarzt aufzusuchen

                        

 

★ Madenbefall ★

 

Fliegen legen ihre Eier im Fell des Kaninchens ab.

Nach nur wenigen Stunden schlüpfen daraus schon die ersten

Maden und die fressen sich von der oberen Schicht bis

ins Fleisch von dem Hasen. Wenn sie erst einmal im Fleisch sind

produzieren die Maden Toxine sogenannte Giftstoffe die

einen Schockzustand hervorrufen und das Kaninchen sitzt dabei

regungslos im Stall. Bei Madenbefall sollte man SOFORT zum Tierarzt.

Es zählt jede Minute.................

 

Warum hat gerade mein Kaninchen Maden ?

Warme Temperaturen im Sommer begünstigen den Madenbefall

eines Kaninchens 

zB. wenn es einen weichen Stuhlgang hat,

das Fell verschmutzt ist.

Meistens sind ältere und kranke Tiere betroffen,

bei denen das Imunsystem nicht mehr richtig arbeitet.

Fliegen werden durch Gerüche, Wärme, Feuchtigkeit

und durch kleine Wunden angelockt.

                                

 

★ Schiefhals ★

 

Kaninchen mit Kopfschiefhaltung.

Untersuchungen zeigen, dass ausser durch eine Infektion mit Pasteurellen

( Mittelohrentzündung durch Pasteurellose, ansteckender Schnupfen )

und der Ohrmilbe Psoroptes Cuniculi vor allem Einzellerinfektionen

dem Krankheitsgeschehen zugrunde liegen.

Rund ca. 80 Prozent aller Kaninchen sollen mit dem Erreger infiziert sein,

ohne das es zu Krankheitsausbrüchen kommt.

Zum Ausbruch kann diese Krankheit auch kommen wenn ein Kaninchen

sehr viel Stress hat

zB. ein anderer Partner mit dem es zusammenleben soll

                               

 

★ Pilzerkrankungen ★

 

Symptome sind runde und kahle Stellen im Fell.

Eine Behandlung erfolgt durch den Tierarzt.

Es muss alles gereinigt und desinfiziert werden.

Achtung!! es besteht Ansteckungsgefahr,

bei mehreren Kaninchen z.B. in Gruppenhaltung kann es sein,

das fast ein jedes Kaninchen den Pilz

über kurz oder lang bekommt,

wenn keine sofortige Behandlung erfolgt.

 

                                

 

Krankheitssymptome erkennen und vorbeugen 

 

 

★ Augen 

entzündete tränende Augen oder geschwollene Lieder.

Mögliche Ursachen:

Erkältung, Reizung durch Staub oder Fremdkörper,

Verletzungen durch andere Tiere.

Zum Tierarzt gehen

 

★ Zähne 

zu lange Zähne behindern beim Fressen

vom Arzt kürzen lassen.

 

★ Ohren 

Schuppen und schmieriger Belag kann ansteckende Ohrenräude

anzeigen. 

(Weitere Symtome: schiefe Kopfhaltung und Kopfschütteln.)

umgehend zum Arzt

 

★ Fell 

Starker Haarausfall, häufiges Kratzen:

Anzeichen für Pilz-oder Milbenbefall.

Ein stumpfes,mattes Fell deutet fast immer

auf eine Krankheit hin.

Zum Arzt gehen.

 

★ Bauch 

Praller aufgeblähter Bauch:

Verstopfung. Zum Arzt gehen.

Harter, praller Bauch, heftiges Trommeln mit den Hinterläufen,

Atemnot, Kreislaufschwäche:

Symtome der mitunter tödlichen "Trommelsucht" ausgelöst

durch nasses oder kaltes Grünfutter oder blähende Futtermittel.

Sofort zum Arzt.

 

★ Krallen 

lange bogenförmige nach innen gewachsene Krallen.

Vom Arzt kürzen lassen.

 

                    

Alle Angaben ohne Gewähr !

Wenn etwas unklar sein sollte, lieber gleich einen Tierarzt aufsuchen

 

(© Oberpfalzpfoten 2006 - 2017 )

 

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