★ Die Verpaarung ★

 

 

 1. Zuchtvorraussetzungen:

 

Für die werdende Häsin muß ein eigener Stall oder Käfig

vorhanden sein.Während der Trächtigkeit (ca 28 - 33 Tage)

bis zur Aufzucht der Jungtiere (rund zwei Monate) muss man

sich intensiv um die Tiere kümmern.Denn gerade in der

Zuchtphase brauchen die Tiere besonders gute Pflege und

viel Zuwendung.Ebenso ist an die Mehrkosten für Futter,

Tierarzt ( Impfungen ) sowie notwendige Aufzuchthilfen zu

denken.

 

 

 2. Elterntiere:

 

Ein Kaninchen, daß zur Zucht eingesetzt wird sollte:

- gesund

- keine Zahnfehlstellungen haben

- ruhig

- reinlich

- liebenswertes Wesen (nicht bissig)

- nicht häufig krank sein

- keine Erbfehler aufweisen

- nicht zu nah verwandt sein

 

 

 3. Das passende Paar:

 

Ein Weibchen muß größer sein als der Rammler und sollte

auch nicht zu klein sein.

 

 

 4. Das Zuchtalter:

 

Die Zuchttiere sollten nicht älter als vier Jahre, aber auch nicht 

jünger als sechs bis sieben Monate alt sein. Das Zuchtalter ist

nicht mit der Geschlechtreife verwechseln, die schon mit

Beginn der zwölften Lebenswoche einsetzt.Zu früh gedeckte

Häsinnen nehmen Schaden, sie bleiben im Wachstum und

ihrer Entwicklung stehen.Verantwortungsvolle Züchter lassen

ihre Häsinnen nicht öfters als ein bis zweimal pro Jahr decken.

 

 

 5. Die Paarung:

 

Die Paarungsbereitschaft einer Häsin lässt sich durch

Ernährung und durch Gruppenhaltung stimmulieren. Man

erkennt eine paarungsbereite Häsin daran, daß sie mehr

scharrt, Mulden anlegt, Nistmaterial zusammenträgt und

merkliche Unruhe zeigt.

 

 

 6. Das Kennenlernen vom Partner:

 

Grundsätzlich wird die Häsin zum Rammler gesetzt, weil diese

im eigenen Heim den Rammler durch Beissen und Drohen

verunsichern könnte. Am Besten ist eine neutrale Behausung,

in die man beide Tiere gleichzeitig setzt.

Dann wird der Rammler seine eigentliche Behausung weniger oder gar nicht

nachmarkieren, weil der Geruch der Häsin dort nicht vorhanden ist.

 

 7. Liebe unter Kaninchen:

 

Am einfachsten wird die Paarung von den Tieren beim Freilauf vollzogen.

Sie haben genug Platz und können ihre ganzes Verhaltensrepertoire ausleben.

Die Tiere beriechen sich intensiv, der Rammler stelzt

brummelnd um die Häsin, präsentiert seine Blume und

beleckt die Häsin zärtlich, bis sie sich begatten lässt,

indem sie sich flach macht und dem Rammler das Becken entgegenhebt.

Der eigentliche Deckakt ist kurz, er dauert nur 15 - 20

Sekunden.Die Trächtigkeit beginnt ca. zehn Stunden nach den Deckakt.

 

 

 8. Trächtigkeit:

 

Während der Trächtigkeit braucht eine Häsin besonders viel Ruhe und Schonung.

Damit die Embryonen gut heranwachsen, bietet man den

Muttertier ein abwechslungsreiches Futter an, daß viel Eiweiß,

Spurenelemente und Mineralstoffe enthält.

Es gibt auch Spezialfutter für trächtige Häsinnen.

 

 

 9 Vorbereitung auf die Geburt:

 

Am 25. Tag der Trächtigkeit wird das Kaninchenheim noch einmal gesäubert

und das Doppelte bis Dreifache der üblichen Einstreu gegeben,

damit das Tier eine genügend tiefe Mulde scharren kann.

Als Ersatz für die Geborgenheit einer natürlichen Höhle bietet

sich ein Schlafhäuschen, das so hoch ist, daß die Häsin zum

Säugen richtig sitzen kann.

 

 

 10. Die Geburt:

 

Kaninchen brauchen keine Geburtshilfe.

Die Geburt findet meisst unbemerkt statt, auch vom Abtrennen

der Nabelschnur und dem Auffressen der Nachgeburt ist kaum

etwas zu bemerken.

Eine Nestkontrolle sollte kurze Zeit später vorgenommen

werden um die Nachgeburtsreste oder auch Totgeburten zu

entfernen.Wenn Jungtiere ausserhalb den Nest liegen, nehmen

und in das Nest legen und das Nest wieder schön zumachen.

 

♥ Die Geburt in Bildern ♥

 

 

 11. Das Kaninchenbabytagebuch: 

 

4 - 5 Tage:

es bilden sich die ersten samtartigen Haare

 

 

1 Woche :

das Geburtsgewicht hat sich verdoppelt

 

 

9 - 10 Tage :

die Augen öffnen sich, das Haar wird seidig - flaumig

Die Fellfarbe lässt sich erkennen

2  Wochen: das Geburtsgewicht hat sich viervierfacht, das Fell ist dicht und weich

je nach Entwicklungsstand krabbeln die Jungen noch unsicher aus dem Nest

 

 

3 Wochen:

das Geburtsgewicht hat sich versechsfacht, die Kleinen verlassen das Nest,

ihre Körperbeherrschung ist beim Männchenmachen und putzen schon recht gut,

sie beginnen an zarten Heu und allerlei Futter zu knabbern

 

 

4 Wochen:

man reicht Aufzuchtfutter, die Jungen sind sehr munter und spielen wild,

jetzt für Auslauf sorgen, damit sich ihre Organe und Muskeln gut entwickeln können.

 

 

5 Wochen:

sie sind sehr selbständig, versuchen bei jeder Gelegenheit noch bei der Häsin

zu trinken   

 

6 Wochen:

sie fressen auch schon vom Erwachsenenfutter 

 

7 Wochen:

wenn sie genügend wiegen und absolut futterfest sind,

kann man sie abgeben  

 

8-10 Wochen:

erster Haarwechsel, in dieser Zeit keine abrupte Futterumstellung vornehmen,

es kann bereits zu Raufereien kommen, so daß die Tiere getrennt werden müssen. 

 

(© Oberpfalzpfoten 2006 - 2017 )

 

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