★ Verhaltensweisen von Kaninchen ★

 

 

★ Die Lautsprache ★

 

Murksen:

 

Kurze und schnell hintereinander folgende Schimpflaute.

Das Kaninchen *meckert* weil ihm etwas nicht gefällt.

 

Brummlaute:

 

Sie werden meistens vom Rammler kurz nach dem Deckakt

ausgestoßen. Manche Männchen brummeln und murksen auch,

während sie eine Dame umwerben.

 

Fauch- und Knurrlaute:

 

Abwehr und Agressionsanzeichen,

dem ein blitzschneller Angriff folgen kann.

 

Kreischen:

 

Wird nur bei Todesangst ausgestoßen. Besonders scheue jüngere

Kaninchen können beim plötzlichen Ergreifen laut quietschen.

 

Fiepen:

 

Ein ängstlicher Klagelaut, den nestjunge Kaninchen von sich geben.

Wenn man zum Beispiel ins Nestchen greift.

 

Starkes Zähneknirschen:

 

Das Kaninchen hat einen trüben Blick, zeigt keine Reaktionen und

knirscht mit den Zähnen. Immer ein Zeichen von großen Schmerzen.

 

Leise mahlende Geräusche:

 

Beim Kraulen und Liebkosen mahlt das Kaninchen mit den Kiefern.

Stehts ein Ausdruck von Wohlbehagen, aber von Kaninchen

zu Kaninchen unterschiedlich stark ausgeprägt.

 

Trommelgeräusche:

 

Heftiges Klopfen beider Hinterbeine auf den Boden.

Immer ein Zeichen von höchster Erregung und Unmut.

Wildkaninchen trommeln, um Artgenossen vor Feinden zu warnen.

 

 

★ Körpersprache und Verhaltensweisen ★

 

Männchenmachen:

 

Hört oder sieht das Kaninchen etwas, das seine Aufmerksamkeit

erregt, dann richtet es sich auf und macht Männchen.

Das Kaninchen verschafft sich somit einen Rundumblick,

kann Duftstoffe aufnehmen und besser hören. Das Tier

richtet auch auf, um an Futter zu gelangen.

 

Sich wälzen:

 

Ein Zeichen von äußerstem Wohlbehagen.

 

Scharren und Kratzen:

 

Dieses Verhalten hat verschiedene Bedeutungen.

Es kann sich um angeborene Grab Bewegungen handeln,

denn Kaninchen graben Baue. Geschlechtreife Rammler,

brünstige und trächtige Häsinnen scharren unruhig im Stroh.

Erregte Männchen kratzen den Boden auf, wenn sich ein Rivale

in der Nähe befindet, dazu reicht häufig schon der fremde Geruch.

Dominante Kaninchen scharren Gerüche von Vorgängern auf

oder zu, um eigene Duftstoffe draufzusetzen.

Scharrt das Tier mit den Vorderpfoten, nachdem er

gestreichelt wurde, kann dies auch der Wunsch nach

mehr Zuwendung bedeuten.

 

Anstupsen mit der Schnauze:

 

So begrüßen sich Kaninchen. Stupst der Zwerg mit der

Schnauze an, heißt das: * Hallo hier bin ich streichle mich *

 

Wegstupsen der Hand:

 

Das Kaninchen möchte damit sagen,

daß es seine Ruhe haben möchte.

 

Lecken mit der Zunge:

 

Man nennt dieses Verhalten auch Sozialpflege.

Tiere die sich mögen, kuscheln sich eng aneinander,

strecken die Köpfe zusammen und putzen sich

gegeneinander das Gesicht.

Leckt das Kaninchen an der Hand, mag es denjenigen

und drückt so seine Zuneigung aus.

 

Kurzes Kopfschütteln:

 

Kann ein Reiz sein oder eine Unmutsäusserung

zum Beispiel beim Kämmen * ich habe genug davon * 

 

Sich ducken:

 

Dabei drückt sich der Zwerg flach auf den Boden,

die Ohren sind angelegt, auch der Kopf ist nach unten

gedrückt. So unterwirft sich ein Kaninchen den anderen.

Auch gegenüber Menschen zeigt ein unterwürfiges Tier

dieses Verhalten.

 

Entspanntes Hocken:

 

Die Ohren sind dabei angelegt.Dies ist die Ruhestellung.

Das Kaninchen will nicht gestört werden.

 

Seitenlage:

 

Der Kopf liegt auf den Boden, die Beine sind weggestreckt,

die Augen beginnen sich zu schließen. Das Häschen möchte

schlafen. Vorderkörper vorgestreckt, das Hinterteil

angehoben, Ohren nach vorne gestellt, Schwänzchen angelegt

bedeutet neugierige Annäherung. Schwänzchen dabei weggestreckt

bedeutet der Zwerg ist immer noch neugierig,

aber unsicher und fluchtbereit.

 

Fressen von Blinddarmkot:

 

Im Blinddarm des Kaninchens werden durch spezielle Baktierien

lebensnotwendige Vitamine vor allem Vitamin B12

und Roheiweiß gebildet, der als Weichkot ausgeschieden wird.

Das Kaninchen nimmt diese Vitaminpillen meist gleich vom After

her auf und schluckt sie unzerkaut. Ausgeschiedener Vitaminkot

ist auch in der Einstreu zu finden.

 

 (© Oberpfalzpfoten 2006 - 2017 )

 

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