Ernährung  

 

★ Das Heu ★

 

Heu ist das tägliche Brot des Kaninchens!

das Rauhfutter belebt die Verdauung und enthält

neben den wichtigen Ballaststoffen, Kalzium sowie Magnesium.

Beim Kauf von Heu ist zu beachten

- Hochwertiges Heu enthält den Schnitt von jungen Gräsern, Klee und Kräutern.

   Es richt aromatisch und ist leicht grünlich.

- Grummet heißt das Heu vom zweiten Schnitt.

   Es ist besonders zart und eignet sich als Schönkost.

- Alten und minderwertigen Heu fehlen die wertvollen Kräuter.

   Das alte Heu staubt sehr stark und es werden dadurch

   die empfindlichen Atemwege angegriffen und die Tiere zum Niesen gereizt.

Merkmale für gutes Heu

- es richt frisch und aromatisch

- es staubt nicht

- es ist trocken und darf nicht feucht oder nass sein

  Heu muss dem Kaninchen immer zur freien Verfügung stehen,

  denn es dient den Tieren zum Abschleifen der Zähne!

 

Wichtig !  Frisst das Kaninchen sehr wenig oder gar kein Heu,

kann es wenn der Hase älter ist zu Zahnproblemen kommen!

 

 

★ Fertigfutter ★

 

Das Fertigfutter gibt es als Pellets, die alle Vitamine und

Nährstoffe enthalten die ein Kaninchen braucht,

oder als Futtermischung wo verschiedene Getreidesorten wie

Hafer, Mais und kleine Sämereien untergemischt sind.

 

★ Grün und Saftfutter ★

 

Gut geeignet sind:

Löwenzahnblätter, Spitz und Breitwegerich, Schafgarbe, Gänsefuß,

Hasenscharte, Luzerne, Gelbklee, Fenchel, Paprika, junge Brennesseln,

Möhren, Möhrenkraut, Feldsalat, Endivien,Chicoree,

Rettichblätter, Stangenselerie, angewelkte Brennesseln, Sonnenblume,

Petersilie, Dill, Apfel, Birne.

 

Nicht gut geeignet sind:

rohes Kartoffelkraut, Tomatenkraut, Kartoffelkeime,

AUBERGINE UND BOHNEN SIND GIFTIG !

Kohl nur bedingt füttern, da er bläht.

 

 

★ Knabberkost ★

 

Da die Zähne eines Kaninchens ständig nachwachsen,

ist es wichtig ihnen etwas zum Nagen anzubieten.

Dies können Äste von ungespritzten Obstbäumen

oder mal eine Knabberstange ( mit vielen Grünanteilen) sein.

 

Achtung ! Keine Äste von Steinbäumen zum knabbern geben,

weil ihre Rinde enthält giftige Blausäure

 

 

★ Trinkwasser ★

 

Das Trinkwasser muss den Kaninchen immer zur Verfügung stehen

und täglich erneuert werden.

Das Wasser sollte nicht eiskalt,

sondern in Zimmertemperatur verabreicht werden.

 

                          

10  Fütterungsregeln

 

1. Grün und Saftfutter immer frisch verfüttern und was später

   nicht aufgefressen wurde entfernen, weil das Futter welken,

   gären oder faulen könnte.

2. Eine Futterumstellung langsam vornehmen.

   Wenn immer Trockenfutter gefüttert wird, darf man nicht von

   einen Tag auf den anderen auf Grünfutter umstellen.

   Kaninchen reagieren mit plötzlichen Futterumstellungen mit

   Magen - und Darmstörungen

3. Obst und Gemüse gut abwaschen und gut abtropfen lassen.

   Wenn man das Obst oder Gemüse schälen kann sollte man es lieber abschälen,

   weil es gespritzt sein könnte.

4. Nicht direkt aus den Kühlschrank füttern,

    erst wenn das Futter Zimmertemperatur hat.

5. Kein Tiefkühlgemüse, Konserven oder gekochtes Gemüse anbieten.

6. Grünfutter nicht am Straßenrand oder im Park sammeln, wegenden Autoabgasen

    und weil Hunde dort ihr Geschäft verrichten.

    Durch das Gras können dann Krankheiten übertragen werden.

7. abwechslungsreich füttern, in kleinen Mengen geben, dazu Grünfutter mit

    ausreichenden Heu, dann gibt es auch keine Verdauungsprobleme.

8. Zu bestimmten Zeiten am Tag füttern, weil das Kaninchen gewöhnt sich daran.

9. Für ausreichende Bewegung sorgen, damit das Kaninchen gesund bleibt.

    Bei etwas dickeren Kaninchen kann man auch einmal die Woche

    einen Fastentag einlegen wo es nur Wasser und Heu gibt.

    Kaninchen die dick sind leiden schnell an Herzverfettung und sterben.

10. Pflanzen und Kräuter nicht an bewirtschafteten Wiesen und Grünflächen

    sammlen, weil diese mit Pestiziden behandelt worden und gedüngt sind.

    Auch im Garten daran halten.

 

 

Giftige Pflanzen:

 

Ob im Haus und Wintergarten, oder auch in Gestecken und Sträußen

findet man immer wieder giftige Pflanzen die die Kaninchen lieber nicht

verspeisen sollten !

Am Besten ist es alle Zimmerpflanzen, Vasen, Gestecke usw.

unerreichbar aufzustellen.

Giftige Pflanzen sind:

Agaven, Aloen, Alpenveilchen, Amaryllis, Aronstab, Azaleen,

Besenginster, Blauregen, Bogenhanf, Christrose, Christusdorn,

Chrysanthemen, Clivie, Dieffenbachie, Efeu, Efeutute, Eibe, Eisenhut, Engelstrompete,

Farne, Feigenbaum, Fingerhut, Flamingoblume,

Geranien, Goldregen, Hakenlilien, Heckenkirsche, Hortensien, Hyazinthen,

Ilex, Immergrün, Kalla, Kirschlorbeer, Krokus, Kroton,

Lavendelheide, Lebensbaum, Liguster, Lupinen,

Mahonie, Maiglöckchen, Mistel, Mittagsblume, Myrte,

Narzissen, Oleander,Osterglocken,

Passionsblume, Porzellanblume, Primeln,

Rhizinus, Rhododendren, Seidenbast, Sommerflieder,

Stechapfel, Virginische Zeder

Wandelröschen, Weihnachtsstern, Wolfsmilchgewächse,

Zimmerkalla, Zwergmispel

Es wirken zwar nicht alle tödlich, aber führen oft zu  Unpässlichkeiten....

 

(© Oberpfalzpfoten 2006 - 2017 )

 

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